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AwardedGermanyServices€1,500,000

Modellvorhaben Neue Mitte Erfurt Südost - Wettbewerblicher Dialog nach § 18 VgV - Vergabe von Planungsleistungen zur Umgetsaltung der Verkehrsanlagen und öffentlichen Räume

Published
Published 26 February 2026

Overview

|| MODELLVORHABEN: Die Landeshauptstadt Erfurt hat sich zur Entwicklung beispielhafter, integrierter Modernisierungs- und Anpassungsstrategien auf Quartiersebene beworben und wurde neben sechs weiteren Städten in das vom Bund aufgelegte Sonderprogramm "Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung" aufgenommen. Die Finanzierung des Projekts erfolgt gemeinsam durch Bund, Land und Stadt. Die Kernziele des Modellvorhabens sind, die Großwohnsiedlungen des Erfurter Südostens räumlich-funktional und ideell miteinander zu verbinden sowie die öffentlichen Räume und Verknüpfungsbereiche, insbesondere in zentralen Bereichen des Südostens, spürbar aufzuwerten und damit einen identitätsstiftenden Imagewandel einzuleiten. || EINE "NEUE MITTE SÜDOST": Das Projekt "Neue Mitte" hat eine Neugestaltung der zentralen Stadträume am "Abzweig Wiesenhügel" und seiner Umgebung zum Ziel. Dieser kraftvolle Impuls soll die oben beschriebene Entwicklung einläuten und für zukünftige, weitere öffentliche Maßnahmen sowie privates Engagement und Investitionen wegbereitend sein. Ziel ist es, die folgenden Missstände zu beheben. || SITUATION: Der Erfurter Südosten ist durch die drei voneinander getrennten, in den 1970er bis 1980er Jahren in industrieller Bauweise entstandenen Großsiedlungen Herrenberg, Wiesenhügel und Drosselberg geprägt, die sich um eine darin eingezwängte, sozial und baulich intakte historische Dorflage Melchendorf gruppieren. Die Übergangsbereiche zwischen diesen vier Stadtteilen sind planerisch und räumlich weitgehend unbewältigt, oftmals versperrt, durch unwirtliche Verkehrsstraßen abgeriegelt, von umfangreichen Brach- und Restflächen ohne soziale Kontrolle gekennzeichnet und äußerst unattraktiv. Die Großsiedlungen, die auf Hügeln errichtet wurden, weisen trotz umfangreicher baulicher Sanierungsmaßnahmen am Gebäudebestand vielschichtige soziale Problemlagen und Konflikte zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen auf. Durch ihre introvertierte städtebauliche Anlage und Erschließung, die topographischen Rahmenbedingungen, und deutlich verstärkt durch die in den 1990er Jahren erfolgte soziale Entmischung, sind die Großsiedlungen von massiven Verinselungstendenzen und Segregationserscheinungen geprägt. || PROZESS: In Folge eines städtebaulichen Planungswettbewerbes erarbeitet die Stadt Erfurt mit dem Wettbewerbssieger eine städtebauliche Rahmenplanung als ganzheitliche Entwicklungsperspektive für den ca. 25 ha großen Stadtraum mit einer Perspektive bis in das Jahr 2060. Für eine erste Bauphase unter Einsatz der Fördermittel des Modellvorhabens soll im Wettbewerblichen Dialog und der nachfolgenden Planung ein konkretes Umsetzungskonzept für den zentralen, ca. 6 ha großen Bereich entwickelt, geplant und realisiert werden. Zentrale Erkenntnisse und Planungsansätze des Wettbewerbsbeitrags und der laufenden Rahmenplanung sollen dabei weiterentwickelt werden. || GEGENSTAND dieser Impulsmaßnahme und der vorliegenden Aufgabenstellung im Wettbewerblichen Dialog sind die Umgestaltung der zentralen Verkehrsanlagen am "Abzweig Wiesenhügel" und der angrenzenden öffentlichen Räume. Weiteres Gestaltungselement der Neuen Mitte ist der "Höhenweg", welcher hinsichtlich seiner Potenziale zur Identitätsbildung, für Aufenthaltsqualitäten sowie Erschließungsfunktionen stadtbildprägend gestaltet werden soll. Ein "Stadtplatz" mit der zentralen Straßenbahnhaltestelle soll als Ankunfts- und Verbindungsort und ebenso als Identitätsstifter im Stadtteil herausgearbeitet werden. Zur Verbindung der Siedlungen untereinander muss ein baulich-räumliches Konzept gefunden werden, dass die drei gegebenen Höhenniveaus miteinander vernetzt, indem das Tal zwischen den Hügeln als zentraler und verbindender Stadtraum wiederhergestellt wird. Der Straßenzug Kranichfelder Straße - Haarbergstraße mit den Abzweigen Rottenbacher Weg, Dornheimstraße, Am Wiesenhügel sowie Schulzenweg/Am Sibichen soll auf einer Länge von ca. 900 m grundsätzlich neu- und umgestaltet werden. || RESSOURCEN: Die Stadt Erfurt sucht nach realisierbaren, wirtschaftlichen Lösungen für die beschriebene Aufgabe. Insgesamt stehen für die Umgestaltung der "Neuen Mitte" Fördermittel in Höhe von ca. 26 Mio. EUR zur Verfügung. Die Stadt Erfurt plant die Baumaßnahmen bis 2031 abzuschließen.

Key details

Country
Germany
Status
Awarded
Category
Services
Estimated value
€1,500,000
Procedure
Limited
SME suitable
Yes
Published
26 February 2026
Classification (CPV)
Architectural, construction, engineering and inspection servicesArchitectural services for outdoor areasBridge-design servicesEngineering-design services for traffic installationsLoad-bearing structure design services

Award outcome

Award date
25 June 2025
Contract period
— → 23 June 2033
Winners
  • iproplan Planungsgesellschaft mbH
  • plandrei Landschaftsarchitektur GmbH

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Notice history

Every published notice in this contracting process, newest first.

  1. Contract Award Notice

    26 February 2026

  2. Contract Notice

    8 July 2024

Contracting authority

  • Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung, Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung

    Procuring entity

    Erfurt, Germany

    Authority website ↗

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Awarded: Modellvorhaben Neue Mitte Erfurt Südost - Wettbewerblicher Dialog nach § 18 VgV - Vergabe von Planungsleistungen zur Umgetsaltung der Verkehrsanlagen und öffentlichen Räume — won by iproplan Planungsgesellschaft mbH +1 — Skim